| Elmschenhagen |
Elmschenhagen
Elmschenhagen wurde 1286 erstmals urkundlich erwähnt, und zwar im Bocholtschen Register von Konrad II., dem Propst des Preetzer Klosters. Dort wird es als Elvershagen, Elvereshagen und Elverßhagen bezeichnet. In einer älteren Liste von Besitztümern des Klosters aus dem Jahre 1224 taucht der Ort jedoch nicht auf. Es wird daher angenommen, dass Elmschenhagen zwischen 1224 und 1286 gegründet wurde. Der heutige Name wurde zum ersten Mal 1705 verwendet.
Erste Spuren der Besiedelung sind jedoch wesentlich älter. Es wurden Stein- und Erdhügel aus vorchristlicher Zeit in der Gegend gefunden, die vermutlich als Gräber gedient haben.
Ursprünglich gehörte Elmschenhagen zum Kirchspiel Ellerbek. Zwischen 1316 und 1327 muss dann die Maria-Magdalenen-Kirche in Elmschenhagen errichtet worden sein. Diese erste Kirche in Elmschenhagen blieb bis 1865 bestehen. 1866 wurde sie durch den heute noch genutzten Neubau an gleicher Stelle ersetzt.
Im Umfeld der Stadt Kiel verlor Elmschenhagen nach 1900 seinen bäuerlichen Charakter. Hatte der Ort 1841 noch 300 Einwohner (mit Kroog und Neuwühren), so waren es 1900 bereits 724. Viele Bauern verkauften ihr Land und ermöglichten so den Bau neuer Häuser. 1922 erhielt Elmschenhagen ein Rathaus in der Straße Jettkorn. Heute dient das Gebäude als Kindergarten.
1939 wurde Elmschenhagen mit einer Einwohnerzahl von 6300 nach Kiel eingemeindet. Im folgenden Jahr entstand die "Gartenstadt Elmschenhagen", Reihenhaussiedlungen auf beiden Seiten der Preetzer Chaussee. Dort sollten Werftarbeiter und Angehörige der Marine untergebracht werden. Durch die neuen Wohngebiete stieg die Einwohnerzahl weiter. 1949 war Elmschenhagen mit 22.000 Einwohnern der größte Stadtteil Kiels.
Quelle: Wikipedia.de
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